STATIM in Haiti

Gespendeter STATIM hilft kanadischem Team zahnärztliche Versorgung in Haiti zu leisten


Zuverlässige Sterilisation ist in der zerstörten Region ein zentrales Element im kontinuierlichen Kampf für Mundgesundheit.
„Allein in Port au Prince gab es 30 Zahnkliniken, die zerstört wurden,“ sagt Dr. Stewart Gillies, ein Zahnarzt aus St. John’s/Neufundland, der sich gerade auf seine dritte Reise nach und den zweiten Einsatz in Haiti vorbereitet. Diesesmal hat er für sein Canadian International Dental Foundation (CIDF) – Team einen STATIM 2000 im Gepäck.

Zahngesundheit Haitis ist die Schlechteste im Westen

Sogar vor dem Erdbeben gehörte die Zahngesundheit in dieser Karibik-Nation mitunter zu den Schlechtesten der westlichen Hemisphäre. Dies leitet sich aus einer Kombination aus bitterlicher Armut und einem Mangel an Zahnärzten ab.
Die meisten Haitianer verdienen weniger als $2 am Tag, was einen Zahnarztbesuch meistens zu einem Notfall macht, dem möglicherweise schon monatelange, chronische Schmerzen vorangegangen sind. Füllungen sind teuer und Zahnextraktionen weit verbreitet.

Aufbau provisorischer Kliniken

In Zusammenarbeit mit dem Cap Haitien Dental Institut bereiste das Team von Dr. Gillies ein Gebiet an der Nordküste, um provisorische Kliniken zu errichten - eine davon in einer Judohalle - lernend, sich an die Umstände anzupassen.
“Normalerweise exkavieren wir Löcher von Hand und begradigen Ecken im Zahnschmelz mit Meißeln, anschließend wird mit Glasionomerzement gefüllt“ erinnert er sich. Diese Technik, die Atraumatic Restorative Therapy (Füllungstechnik mit Handinstrumenten) genannt wird, verschafft Vielen zumindest eingeschränkte Versorgung und wurde von der Weltgesundheitsorganisation entwickelt.
Natürlich war Infektionskontrolle auch eine große Herausforderung

Hohe HIV-Rate erfordert zuverlässige Sterilisation

In einem Land, das kürzlich von einer Cholera-Epedemie heimgesucht wurde und von dem die UN vermutet, dass ungefähr 200.000 Menschen mit HIV infiziert sind, ist ein zuverlässiges Hilfsmittel unabdingbar.
“Man kann nicht in ein solches Land gehen und, ohne die Möglichkeit der Sterilisation zu haben, wirklich helfen, weil man ein Problem mit einem anderen ersetzen könnte,“ sagt Dr. Gillies, „aber sterile Zustände zu schaffen ist immer eine Herausforderung.“

Mehr Einsätze 2012
Da die Tätigkeiten des CIDF anwachsen, sind neue Einsätze in Planung. Einer davon, im Januar 2012, wird ein Team von fünf Zahnärzten, zwei Hygienikern, drei Assistenten und einem Techniker nach Bassin-Bleu, nahe der Südküste, führen.

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